Sieben Tipps für einen achtsamen Alltag

Sie wissen natürlich selbst, dass man sich von „Abschalten auf Knopfdruck“-Tipps verabschieden kann. Tiefenentspannung und Stress passen nicht zusammen. Aber schon regelmäßig drei Minuten Entspannung senkt die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol.

1. Achtsamkeit am Morgen

Sie wachen morgens auf und die Gedanken kreisen sofort um die Arbeit? Sind Sie schon am Planen? Da gibt es Besseres: Bleiben Sie liegen und wandern Sie mit den Gedanken zu Ihrem Bauchnabel. Wie fühlt der sich an? Verweilen Sie dort einen Moment. Dann wandern Sie weiter mit Ihren Gedanken zu Ihrem kleinen Zeh. Was macht das linke Ohrläppchen. Schon ausgeschlafen? Der rechte Daumen?

2. Achtsamkeit am Arbeitsplatz

Wieder zu viele Menschen und Geräusche für eine Person? Wenn es Ihnen möglich ist, suchen Sie sich einen leeren Raum. Halten Sie sich eine Minute lang die Ohren zu. Achten Sie nun wieder auf die Geräusche, die draußen auf dem Flur sind.

Gehen Sie in Ihrer Mittagspause raus. Folgen Sie zwei Minuten nur Ihren Impulsen. Mal gehen Sie nach rechts mal nach links. Mal geradeaus.

Wenn Sie müde sind: Nehmen Sie Daumen und Zeigefinger und kneten Sie damit Ihre äußeren Ohrmuscheln. Machen Sie das eine halbe Minute lang. Danach fühlen Sie sich wieder wach und konzentriert.

3. Achtsamkeit bei Überlastung

Stress und Ärger können Sie schnell reduzieren mit der Lächelmeditation: Setzen Sie sich aufrecht hin, die Füße stehen fest auf dem Boden., die Hände liegen im Schoß nach oben geöffnet. Atmen Sie tief ein und aus. Beginnen Sie Ihrem Inneren zuzulächeln. Spüren Sie wie Ihre Mundwinkel nach oben gehen, Ihre Augen lächeln mit, auch wenn sie geschlossen sind. Die Zunge liegt im Gaumen. Lächeln Sie Ihren Organen zu. Lächeln Sie ruhig nach innen. Spüren Sie Ihrem Lächeln nach, bis ihr ganz Körper lächelt. Die Chinesen glauben, dass der Körper während dieser Meditation einen Nährstoff ausschüttet, der die Seele wärmt und füttert. Schöner Gedanke, oder?

4. Achtsamkeit dem eigenen Leben gegenüber (im Großen)

Das Sanskrit-Wort Dharma lässt sich nicht genau übersetzen, meint aber die Art und Weise wie man leben soll. Wer in Übereinstimmung mit seinem größeren Schicksal lebt, lebt glücklicher. Seinem Dharma zu folgen, muss nicht immer leicht sein. Doch es gibt einem das Gefühl von Richtigkeit.

  • Wenn Hindernisse in Ihrem Leben auftauchen, geben Sie sich nicht geschlagen.Fühlen Sie sich im Fluss der Zeit, statt sich ihm zu widersetzen. Trauern Sie nicht der Vergangenheit nach und seien Sie nicht unruhig wegen Ihrer Zukunft.
  • Vertrauen Sie Ihrem Gefühl, ob Ihr Leben zu Ihnen passt oder Sie etwas ändern müssen.
  • Vertrauen Sie darauf, dass Sie an den Herausforderungen des Lebens wachsen und diese Ihnen die Gelassenheit geben werden, die Erfüllung Ihres Lebens zu finden.

5. Achtsamkeit dem eigenen Leben gegenüber (im Kleinen)

Wenn Sie die Symbolhaftigkeit des Lebens verstehen, können Sie mit Ihrer Vorstellungskraft auch die einfachsten Tätigkeiten verrichten.

  • Wenn Sie den Küchenboden wischen, können Sie sich vorstellen, den alten, emotionalen Schmutz von Ihrer Seele zu wegzuwischen und sich von Sorgen zu befreien. Wenn Sie Fenster putzen, können Sie sich vorstellen auch Ihren Geist zu klären.
  • Wenn Sie Rasen mähen oder Sträucher beschneiden, liegt die Vorstellung nahe, die weltlichen Wünsche nach Kleidung, Reisen, Einrichtungsgegenständen etc., die immer wieder nachwachsen, auf das richtige zu stutzen.

6. Achtsamkeit und Schönheit

Der Atem fließt immer, ob wir darauf achten oder nicht. Ähnlich arbeitet auch unser Unterbewusstsein oder unsere Seele. Auch wenn Sie glauben, ganz andere Dinge zu tun, arbeitet Ihre Seele und nimmt Informationen aus Ihrer Umgebung auf. Die äußere Umgebung wirkt auf die Seele und wieder zurück auf die Welt – wie in einer großen Feedback-Schleife. Sorgen Sie also dafür, dass Sie eine positive Feedback-Schleife bekommen! Je nach Vorliebe und Geldbeutel umgeben Sie sich mit schönen Dingen. Ob es Fotos von Naturschauplätzen oder religiöse Bilder sind. Werke von besonderer Schönheit und Spiritualität spiegeln die spirituelle Schönheit in Ihnen selbst wieder. Das wiederum wirkt sich in anderen Bereichen Ihres Lebens positiv aus. Unsere Gedanken erschaffen unsere Wirklichkeit. Wenn Sie Ihren Geist mit Schönem nähren, werden Sie auch Schönes erleben.

7. Achtsame Einschlafübung

Liegen Sie entspannt auf dem Rücken, die Arme leicht neben dem Körper, die Handinnenflächen nach oben geöffnet. Die Füße fallen leicht auseinander. Wandern Sie mit Ihrem Bewusstsein durch Ihren Körper und spannen Sie die einzelnen Muskeln zunächst an und lassen Sie sie dann bewusst locker – Ihre Zehen, Waden, Schenkel, Ihren Bauch, Ihre Brust, Ihre Arme und Hände, Ihren Nacken und Ihr Gesicht. Sie können auch alle Muskeln gleichzeitig lockern. Spüren Sie die Unterlage in Ihrem Rücken. Lassen Sie Ihren Atem tief und gleichmäßig werden.

Diese Ruhestellung aus dem Yoga zeigt, wie wichtig es ist, sich in seinem Leben immer wieder Inseln der Ruhe zu schaffen und stressige Aktivitäten hinter sich zu lassen.

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